Trophy Eyes - Mend, Move On
Bewertung:8.8
8.8Gesamtwertung

Dank bandcamp, den sozialen Medien und neuen Vertriebswegen für Musik können Bands heutzutage auf Gehör stoßen, ohne großes Label im Rücken. Gut so! Stöbern in der digitalen Welt bringt regelrechte Perlen für gar kein bis kleines Geld in die MP3 Sammlung. So auch die EP Everything Goes Away von einer bis dato kleinen Band aus Newcastle in Australien. Nur wenige Monate nach dieser EP veröffentlichen Trophy Eyes ihr LP Debüt via Hopeless Records. Die Platte trägt den Titel Mend, Move On und dürfte dem Status „klein“ ein ziemlich schnelles Ende setzen.

Es bedarf keiner, hellseherischen Fähigkeit um Trophy Eyes nach diesem Release eine große Zukunft vorherzusagen. Mend, Move On ist ein spritziger Cocktail auf einer Melodic Hardcore Basis mit zwei Finger breit Punk-Rock und einer Brise positiver Energie. Das Sahnehäubchen für diesen Mix ist Sänger John Floreani, der sich wundervoll kratzig durch 11 Songs grölt und dabei an Title Fight erinnert – Nur positiver gestimmt.

Einmal durchgerührt ergibt dies eine der spannendsten und abwechslungsreichsten Interpretationen von Melodic Hardcore der letzten Jahre. Spürbare Leidenschaft und ehrliche Lyrics machen das Ding zu einer runden Sache. Selten wurden persönliche, tiefgründige Lyrics so positiv und fetzig rübergebracht.

„I’m tired of writing sad songs, but that’s all that I have left. ‚Cause it’s the things that I reflect on, that make me who I am“, heißt es in Penfold State Forest.

Trophy Eyes haben mit Mend, Move On ein solides und überzeugendes Album abgeliefert, das man nicht verpassen sollte!

Über den Autor

Über Tool, Nine Inch Nails und Slipknot bis hin zu Deftones habe ich schon früh meine Begeisterung für harte und ehrliche Musik, gemacht mit Hand und Herz, entdeckt. Hardcore wurde dann zu meiner persönlichen, musikalischen Heimat, als ich 2002 vor der Bühne stand während Comeback Kid und Raised Fist mir diese neue Welt eröffneten. Bis heute begeistert mich, wie Bands derart ehrliche Musik in einem Gewand aus Wut, musikalischer Brillanz und greifbarem Songwriting verpacken können. Bereits jetzt habe ich dank dieser Musik so unendlich viel erlebt, Bands kommen und gehen sehen (Have Heart, Carpathian, Sierra uvm.), unzählige Menschen kennengelernt und überragende Alben für die Ewigkeit gehört. Auf die nächsten 15 Jahre!

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