Suffokate - Return To Despair
Bewertung8
8Gesamtwertung

Hierzulande machten Suffokate bereits im Vorprogramm von The Ghost Inside auf sich aufmerksam und hinterließen dabei einen bleibenden Eindruck. Ein Jahr nach dem Major Debut No Mercy, No Forgiveness liegt nun das neue Album Return To Despair vor.

Der Opener My Darkened Eyes macht gleich den Standpunkt der Band aus Oakland, Kalifornien klar: Hier wird grundsolider, mächtiger Deathcore produziert – Ohne Kompromisse.

Gleich zu Beginn wird alles niedergewalzt und von groovigen, tiefen Gitarren überrollt. So ist es von Anfang an keine Überraschung, dass My Darkened Eyes mit einem alleszerstörenden Breakdown auffährt der jedem Deathcore-Fan ein fieses Schmunzeln der Zufriedenheit ins Gesicht zaubert.

Always Hopeless, Distant Words und die darauffolgenden Tracks sorgen auch kaum für Überraschungen, jedoch aber für ein brachiales, überzeugendes Soundgewandt, gepaart mit allem was das Herz begehrt. Qualitativ auf höchstem Niveau grenzt man sich hier sehr dezent und ohne an Härte zu verlieren vom Standard ab.

Aber genau das ist es, was Suffokate besonders macht. Hier wird nichts neu erfunden – Hier wird perfektioniert und veredelt. Jeder der den Wechsel tiefer Growls und kreischender Vocals genau so zu schätzen weiß wie einen gewaltigen Sound und krasse Tempowechsel ist hier bestens bedient – Und das auf hohem Niveau! Auf diesem Longplayer wird darauf verzichtet etwas Experimentelles zu schaffen, wie es Chelsea Grin oder All Shall Perish tun. Hier setzt man auf Altbewehrt und schlägt sich dabei überragend gut!

Suffokate liefern hier alles andere als Einheitsbrei. Die Rezeptur ist Standard, die Details sind überzeugende Hingabe bis hin zum Sterne-Menü. Melodiöses Gitarrenspiel gepaart mit tiefen Growls, stampfende Breakdowns und eine saubere, brutale Produktion. Dazu ein großartiges Songwriting, dass durchaus zu fesseln und unterhalten weiß.

Suffokate machen hier nichts neu aber auch alles richtig! Wer sich gerne von sauberem Deathcore berieseln lässt ist hier optimal aufgehoben. Wer darüber hinaus kleine Revolutionen erwartet, sollte sich lieber an Chelsea Grin oder All Shall Perish halten. Live sind Suffokate in jedem Fall eine klare Empfehlung.

Über den Autor

Über Tool, Nine Inch Nails und Slipknot bis hin zu Deftones habe ich schon früh meine Begeisterung für harte und ehrliche Musik, gemacht mit Hand und Herz, entdeckt.
Hardcore wurde dann zu meiner persönlichen, musikalischen Heimat, als ich 2002 vor der Bühne stand während Comeback Kid und Raised Fist mir diese neue Welt eröffneten. Bis heute begeistert mich, wie Bands derart ehrliche Musik in einem Gewand aus Wut, musikalischer Brillanz und greifbarem Songwriting verpacken können.
Bereits jetzt habe ich dank dieser Musik so unendlich viel erlebt, Bands kommen und gehen sehen (Have Heart, Carpathian, Sierra uvm.), unzählige Menschen kennengelernt und überragende Alben für die Ewigkeit gehört. Auf die nächsten 15 Jahre!

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