Moose Blood - I'll Keep You In Mind From Time To Time
Bewertung9
9Gesamtwertung

Nach einer Single, einer Split und einer EP haben Moose Blood im Oktober 2014 endlich ihr Debütalbum auf den Markt gebracht. I’ll Keep You In Mind From Time To Time heißt das gute Stück, das vor Energie genauso strotzt, wie die Balladen mitreißen. Man könnte es eine Emo-Platte nennen, ohne das böse zu meinen.
Sänger Eddy Brewerton klingt stimmlich ein bisschen nach Brand New, ein bisschen nach Biffy Clyro. Er versucht aber nicht, jemanden nachzuahmen.

Cherry heißt der Einstiegssong. Eine ruhige Ballade, Emotionen pur. Darauf folgt das schnellere und energiegeladenere Gegenstück Anyway. Wer nach dem ersten Song noch nicht von Moose Blood überzeugt war, dürfte es spätestens jetzt sein.
I Hope You’re Missing Me und Chin Up haben unfassbar gute Refrains, die man kaum noch aus dem Kopf bekommt. Der Song Boston war schon auf der Single Boston/Orlando drauf, da war die Aufnahmequalität allerdings noch nicht sehr hoch und der Song klingt noch unfertig und einfach nicht gut. Den viel besseren Sound des Debütalbums haben wir übrigens Beau Burchell von Saosin zu verdanken. Die Engländer von Moose Blood kommen eigentlich aus Canterbury und sind für die Aufnahmen extra nach Kalifornien geflogen.
I Hope You’re Miserable ist der letzte Song auf dem Album und vereint nochmal alles in sich, wofür das Debüt von Moose Blood steht: Schnelle Parts, ruhige Parts. Es gibt schöne Momente, traurige Momente. Es ist nicht nur Emo, es gibt auch Pop-Punk und Post-Rock Elemente. Und genau das macht I’ll Keep You In Mind From Time To Time so einzigartig.

Kennt ihr diese Tage, an denen ihr euch nicht entscheiden könnt, was ihr hören wollt? An solchen Tagen ist Moose Blood immer die richtige Wahl. Das Album lässt sich gut Durchhören, ohne dass es nur aus Einheitsbrei besteht. Die Texte sind bodenständig und die Geschichten und Emotionen darin kann vermutlich jeder ein bisschen nachempfinden. I’ll Keep You In Mind From Time To Time sollte in keiner Musiksammlung fehlen.

Über den Autor

In der Schule konnte man mich mit der Analyse von Musik jagen. (An dieser Stelle ein großes "Dankeschön" an Herrn Opel und Herrn Arndt. Danke für's Miesmachen.) Mittlerweile habe ich aber doch gemerkt, wie viel Spaß man mit dem Hören, Analysieren und Bewerten von Musik haben kann. Von mir gibt's die komplette Bandbreite: Von Folk über Pop-Punk bis hin zu Metal und Hardcore.

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