Miles Away - Endless Roads
Bewertung9
9Gesamtwertung

Miles Away ist eine Hardcore Band aus dem australischen Perth und veröffentlicht mit Endless Roads ihr nunmehr viertes Studio Album. Obwohl in den letzten Jahren einige große Acts und mehr als würdige Werke  aus dem Land der Kängurus den großen Sprung in die weite Welt schafften, waren Miles Away gegenüber Parkway Drive, Carpathian und 50 Lions eher nicht auf dem Plan der meisten Hardcore-Hörer. Endless Roads sollte das ändern – Recht so!

Haben Miles Away noch im klassischen Oldschool-Hardcore angefangen, so ist Endless Roads da angekommen, wo sich der Vorgänger Rewind, Repeat leicht hin orientierte: Im modernen Hardcore.

Seasonal zeigt gleich wo die Platte hingeht und überzeugt mit Tempowechsel und einer packenden Atmosphäre. Ghostwriter und Seperation Anxiety setzen genau dort an, sind verspielt und melodiös ohne an Härte zu verlieren. Sänger Nick Horsnell macht einen perfekten Job – Druckvoll und dennoch gut verständlich.

Anywhere ist das Highlight der Scheibe, gibt sich nachdenklich und lässt den Hörer nicht mehr los. I’m singing this song for you, you mean so much. You opened my eyes, opened my mind, you changed the world for me. Momente wie dieser zeigen wie viel Herz in Endless Roads steckt und verpassen Gänsehaut bei jedem Hörer, der auch nur ein bisschen Gefühl in sich hat.

Ohnehin könnte man jeden der 11 Titel hervorheben, beschreiben und loben. Jeder einzelne Song hätte es verdient und doch ist gerade das Album im Gesamtbild stark. Endless Roads ist tiefsinnig, fesselnd und intensiv. Mit diesem Output ordnen sich Miles Away lyrisch, technisch und auch vom Feeling her in der ersten Liga des modernen Hardcore ein neben Bands wie Have Heart, Verse oder Defeater und doch klingen sie anders und haben ihren ganz eigenen Stil.

Packende Melodien, geniales Song-Writing, Abwechslung und auch ein tolles Artwork sorgen dafür, dass Endless Roads zu den besten Platten des Jahres, eventuell sogar zu den besten Hardcore Platten zählt.

Über den Autor

Über Tool, Nine Inch Nails und Slipknot bis hin zu Deftones habe ich schon früh meine Begeisterung für harte und ehrliche Musik, gemacht mit Hand und Herz, entdeckt. Hardcore wurde dann zu meiner persönlichen, musikalischen Heimat, als ich 2002 vor der Bühne stand während Comeback Kid und Raised Fist mir diese neue Welt eröffneten. Bis heute begeistert mich, wie Bands derart ehrliche Musik in einem Gewand aus Wut, musikalischer Brillanz und greifbarem Songwriting verpacken können. Bereits jetzt habe ich dank dieser Musik so unendlich viel erlebt, Bands kommen und gehen sehen (Have Heart, Carpathian, Sierra uvm.), unzählige Menschen kennengelernt und überragende Alben für die Ewigkeit gehört. Auf die nächsten 15 Jahre!

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