Jahresrückblick 2014 von Steven

Das Jahr 2014 gehört fast schon wieder der Vergangenheit an. Unglaublich wie schnell die Zeit an einem vorbeizieht.

Hier stelle ich Euch meine persönlichen Tops und Flops des Jahres 2014 vor:

 

Meine Platten des Jahres

01. Architects – Lost Forever // Lost Together

Architects - Lost Forever - Lost Together

Unvorstellbar wie diese Band sich über die Jahre hinweg entwickelt hat. Eine Steigerung nach Daybreaker war schon nahezu unmöglich. Architects haben es mit Lost Forever // Lost Together dennoch geschafft. Diese Platte ist so gut, dass es einfach nur ein logischer Schritt ist das mit dem Titel „Album des Jahres 2014“ zu honorieren.

02. Pianos Become The Teeth – Keep You

Pianos Become The Teeth - Keep You

Wow! Ich habe selten ein derart schönes Album gehört wie Keep You. Liest man meine Review, kann man sich gar nicht vorstellen, dass ich einst den Hype um diese Band gar nicht nachvollziehen konnte. Mit dem Besinnen auf ihre Stärke, das Gefühl, haben sie mich letztendlich nicht nur gepackt, sondern komplett begeistert! Keep You werde ich auch in 10 Jahren nicht vergessen.

03. Capsize – The Angst In My Veins

Capsize - The Angst In My Veins

Herzensangelegenheit: Capsize mochte ich schon, als ihr Repertoire noch aus ein paar wenigen Songs und EPs bestand. Ich habe dieses Full-Length Debüt regelrecht herbeigesehnt. Und während viele andere Online-Magazine voneinander abgeschrieben haben und das Album aus unwahren Gründen nur mittelmäßig beurteilt haben, stehe ich vollkommen zu meiner Review. Ich habe kein Album in diesem Jahr so oft gehört! Chapeau Capsize! Großartiges Debüt.

04. Expire – Pretty Low

Expire - Pretty Low

Expire haben mit Pretty Low Hardcore zu seinen Wurzeln zurückgebracht. DIY / Underground / Street Attitüde, obwohl niemand geringeres als Jay Maas die Regler bedient hat. Zudem die wohl wütendste Platte in diesem Jahr! Eine raue, ehrliche und massive Wucht, die Expire auch sehr ansehnlich live loslassen. Hier meine Review.

05. Hundredth – Resist

Hundredth - Resist

Eine meiner All-Time-Favorite-Bands! Ich habe von Hundredth noch nichts Schlechtes gehört. Nicht mal Mittelmaß! Diese Band überzeugt immer auf ganzer Linie und zählt zur Speerspitze modernen Hardcores. Auch bei Resist stimmt alles: Die Dynamik ist genau so vorhanden, wie Emotion, mitreißende Lyrics und Biss. Was für eine EP! Macht Freude auf das nächste Album der Band. Meine Review aus diesem Jahr lest Ihr hier.

06. Code Orange – I Am King

Code Orange - I Am King

Zugegeben: Ein mal von der aktuellen Melodic Hardcore Flut eingenommen, ertrinkt man durch stetige Releases doch schnell in diesem Genre. Dank Code Orange wurde ich in diesem Jahr daran erinnert, dass ich knüppelharte, dick produzierte und brutale Musik mindestens genau so Liebe wie emotional angehauchten, modernen Hardcore. Und was ist das bitte für ein Album? I Am King lässt mich staunen und erzittern zu gleich. Noch stimmiger als Love Is Love / Return To Dust. Definitiv eines meiner Alben des Jahres, zu dem ich auch eine Review verfasst habe.

07. More Than Life – What’s Left Of Me

folder

More Than Life sind für mich ein Phänomen. Oberflächlich mag die Band erscheinen, als hätten sie keinen Bock. Als sei ihre Musik hingerotzt und lustlos aufgenommen worden. Hört man genauer hin, ist es genau das, was die Band und ihre Musik so besonders macht. Hier steckt viel mehr dahinter. Mitreißend wie schon vor 4 Jahren Love Let Me Go. Ein würdiger Nachfolger! Auch dieses Album werde ich wohl nie vergessen.

08. Being As An Ocean – How We Both Wondrously Perish

Being As An Ocean - How We Both Wondrously Perish

Being As An Ocean sind eine wundervolle Band. Leidenschaft und Detailverliebtheit, spürbar in allem, was die Band tut. Das zeichnet Being As An Ocean aus. Live ist das wie auf magische Art spürbar und einzigartig. So auch auf Platte. Und auch, wenn How We Both Wondrously Perish so ganz anders ist als Dear G-D, so ist es schön, dass es das Album gibt. Schade um die alten Being As An Ocean. Schön, dass es die neuen Being As An Ocean gibt.

09. Up River – Undertow

Up River - Undertow

Meine Neuentdeckung des Jahres! Bisher haben es nur Bands in meine Top 10 geschafft, die ich bereits seit Jahren feiere. Up River kenne ich erst seit diesem Jahr. Undertow steckt so voller fesselnder und wundervoller Melodien. Die Platte überzeugt von einer Dramatik und Dynamik, die mitreißt, fesselt und nicht mehr loslässt. Es hat mich regelrecht süchtig gemacht. Ganz großes Debüt!

10. Sierra – Reality Redefined

Sierra - Reality Redefined

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schreibe ich hier über Reality Redefined. Das letzte musikalische Lebenszeichen von Sierra. Und es ist wie so oft, wenn Bands sich auflösen: Man hätte sich nur noch ein Album, einen Song, eine Tour gewünscht. Mit Reality Redefined verabschieden sich Sierra mehr als würdig und zeigen noch ein mal, was die Band ausmachte.

 

Platten, die es FAST in meine Alben des Jahres-Liste geschafft hätten:

Bane – Don’t Wait Up / Climates – Body Clocks / Knuckle Puck – While I Stay Secluded / Slipknot – .5 The Gray Chapter / Trophy Eyes – Mend, Move On / The Ghost Inside – Dear Youth / To The Wind – Block Out The Sund And Sleep / The Tidal Sleep – Vorstellungskraft / Vices – We’ll Make It Through This / Comeback Kid – Die Knowing / No Bragging Rights – The Concrete Flower

Gerade Bane’s Abschiedsalbum hätte ich gerne mit einem Platz in meiner Top 10 gewürdigt. Auch Trophy Eyes, die für mich die erfrischendste Interpretation von Hardcore in diesem Jahr darstellten, hätten es verdient. Die deutsche Band The Tidal Sleep – Unfassbar großartiges Album! Vices haben mich sehr gefesselt. Das Comeback von Comeback Kid.

Egal! Ich musste mich festlegen und höre jetzt auf zu schwärmen, sonst startet der Kleinkrieg in meinem Kopf von vorne. War ohnehin hart genug 10 Platten auszusuchen.

 

Meine Enttäuschungen des Jahres:

Emmure – Eternal Enemies

Was war das denn bitte? Nach Slave To The Game ging es deutlich bergauf! Aber Eternal Enemies war für mich nichts. Unfreiwillig peinlich – Zumindest in meinen Augen. Immerhin sind Emmure live immer noch eine echte Institution.

As Blood Runs Black – Ground Zero / Whitechapel – Our Endless War / Suicide Silence – Ending Is The Beginning

Die alten Deathcore-Helden versagen auf ganzer Linie. Langeweile pur. Uninspiriert. Wenigstens haben mich Carnifex noch nie enttäuscht und dank Bands wie Thy Art Is Murder gibt es immer noch Hoffnung in diesem Genre.

La Dispute – The Rooms Of The House

Ich kann nicht sagen warum aber The Rooms Of The House hat mich nicht gepackt. Klar… Konzeptalbum, schwer durchdacht usw. Und doch hat mir die Seele gefehlt. War vielleicht Wildlife einfach zu gut? Meine Erwartungen an einen Nachfolger zu hoch? Ich kann es nicht genau beantworten. Für mich war diese Platte leider eine herbe Enttäuschung.

Obey The Brave – Salvation

Bei Salvation von Obey The Brave sprechen wir von einer Enttäuschung auf hohem Niveau. Schlecht ist dieses Album auf keinen Fall! Und doch habe ich nach Young Blood etwas ganze Anderes erwartet. Mit Salvation gehen Obey The Brave ja fast schon in Richtung „Party-Hardcore“. Ok, etwas übertrieben. Und doch ist was dran.

Über den Autor

Über Tool, Nine Inch Nails und Slipknot bis hin zu Deftones habe ich schon früh meine Begeisterung für harte und ehrliche Musik, gemacht mit Hand und Herz, entdeckt.
Hardcore wurde dann zu meiner persönlichen, musikalischen Heimat, als ich 2002 vor der Bühne stand während Comeback Kid und Raised Fist mir diese neue Welt eröffneten. Bis heute begeistert mich, wie Bands derart ehrliche Musik in einem Gewand aus Wut, musikalischer Brillanz und greifbarem Songwriting verpacken können.
Bereits jetzt habe ich dank dieser Musik so unendlich viel erlebt, Bands kommen und gehen sehen (Have Heart, Carpathian, Sierra uvm.), unzählige Menschen kennengelernt und überragende Alben für die Ewigkeit gehört. Auf die nächsten 15 Jahre!

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