Giver - Mother Midnight
Bewertung:8
8Gesamtwertung

Alter Schwede! Die Jungs von Giver müssen verrückt sein. Schimpfen sich selbst als Melodic Hardcore und verbergen damit im ersten Moment, was in ihnen steckt. Nichts gegen Melodic Hardcore – Unsere treuen Leser wissen, dass wir Bewunderer des Genres sind. Im Fall von Giver ist diese Bezeichnung eine Beschneidung dessen, was die junge Band aus Köln / Paderborn mit Mother Midnight vom Stapel lässt.

Die neue EP der Band erscheint am 22.01. und ist der Nachfolger zur bereits gefeierten Vorgänger-Platte Choking On Pride. Mother Midnight überzeugt mit melodischen Parts, gepaart mit tiefgehenden Oldschool 80er-Jahre Hardcore Elementen. Ich glaube noch gar nicht, was ich hier niederschreibe aber Giver erinnern mich in vielen Passagen an Hardcore-Legenden wie Black Flag oder Minor Threat. Fetzige, rotzige Momente voller Wut, die in brutalen Breakdowns gipfeln sind hier an der Tagesordnung. Und das ist genau der Punkt: Hier steckt so viel mehr drin als das, was Melodic Hardcore standardmäßig hergibt. Die Mischung macht es perfekt!

Brachiale, schnelle und wütende Passagen treffen auf Melancholie. Immer mit scharfem Biss, stark arrangierten Fill-Ins und Backing-Vocals. Dabei beweist die Band Eigenständigkeit und Kreativität. Man darf gespannt sein, was da noch kommt. Für mich haben Giver ganz großes Potenzial! Unbedingt anhören und nicht aus den Augen lassen.

Über den Autor

Über Tool, Nine Inch Nails und Slipknot bis hin zu Deftones habe ich schon früh meine Begeisterung für harte und ehrliche Musik, gemacht mit Hand und Herz, entdeckt. Hardcore wurde dann zu meiner persönlichen, musikalischen Heimat, als ich 2002 vor der Bühne stand während Comeback Kid und Raised Fist mir diese neue Welt eröffneten. Bis heute begeistert mich, wie Bands derart ehrliche Musik in einem Gewand aus Wut, musikalischer Brillanz und greifbarem Songwriting verpacken können. Bereits jetzt habe ich dank dieser Musik so unendlich viel erlebt, Bands kommen und gehen sehen (Have Heart, Carpathian, Sierra uvm.), unzählige Menschen kennengelernt und überragende Alben für die Ewigkeit gehört. Auf die nächsten 15 Jahre!

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