Final Prayer - XY
Bewertung9
9Gesamtwertung

Seit 2004 sind Final Prayer das Schlagwort Nummer 1 für Hardcore aus Deutschland. Diese Band ist sich stets treu geblieben und feiert nach so langer Zeit immer noch ihren ganz eigenen Stil, unbeeindruckt von irgendwelchen Trends oder Hypes. Zum 10-Jährigen gibt es die EP XY samt DVD, auf die eine Dokumentation über die Berliner gepresst wurde. Für diese Review liegen uns die 4-Tracks der EP vor.

Das 2012er Release I Am Not Afraid hat mich weggehauen und wusste allgemein zu begeistern. Mit XY wollen Final Prayer den Status Quo ihrer Bandgeschichte festhalten und was soll man sagen? Schön, dass auf manche Dinge auch nach 10 Jahren noch Verlass ist!

Die EP startet mit Departed. Sagenhaft mit was für einer Leichtigkeit hier massive Arschtritte verteilt werden. Das ist hörbare Spielfreude! Dabei wahren Final Prayer ihren Sound und schrauben die Regler in allen Bereichen noch etwas höher als auf dem Vorgänger: Satte Gitarren-Riffs, fette Drums mit groovenden Double-Bass-Einlagen und wie gewohnt starke Gang-Vocals formen das, was diese Band ausmacht.

Nothing In Return fährt mit derber Geschwindigkeit und einem zerstörerischen Bass-Part auf. Live wird sich dieses Stück garantiert zur Einladung für Stage-Dives, Sing-A-Longs und Co. entwickeln.

Bonded By Passion walzt in Oldschool-Manier alles nieder, fährt aber ironischer Weise mit den melodischsten Parts der Platte auf, was nicht zuletzt dem Stil von Sänger Stephan Pankratz geschuldet ist. Dieser bügelt mit seiner herrlich kratzigen Stimme ohnehin alles platt und braucht sich nicht hinter einem Scott Vogel oder Jamey Jasta zu verstecken – Ganz im Gegenteil! Gerne dürfen die Frontleute entsprechender Hardcore-Legenden sich eine dicke Scheibe von der Final Prayer Brüll-Institution abschneiden.

Mit State Of Disorder beenden Final Prayer solide die Geburtstags-Party und mir bleibt nur herzliche Glückwünsche auszusprechen! Ein gelungenes Geschenk der Berliner, das vor Power und Durchschlagskraft fast platzt. Ich freue mich zudem auf die DVD, die dieser EP beiliegen wird. XY erscheint am 12. Dezember und meine Vorbestellung für die Plattensammlung ist garantiert. Klare Empfehlung!

Über den Autor

Über Tool, Nine Inch Nails und Slipknot bis hin zu Deftones habe ich schon früh meine Begeisterung für harte und ehrliche Musik, gemacht mit Hand und Herz, entdeckt. Hardcore wurde dann zu meiner persönlichen, musikalischen Heimat, als ich 2002 vor der Bühne stand während Comeback Kid und Raised Fist mir diese neue Welt eröffneten. Bis heute begeistert mich, wie Bands derart ehrliche Musik in einem Gewand aus Wut, musikalischer Brillanz und greifbarem Songwriting verpacken können. Bereits jetzt habe ich dank dieser Musik so unendlich viel erlebt, Bands kommen und gehen sehen (Have Heart, Carpathian, Sierra uvm.), unzählige Menschen kennengelernt und überragende Alben für die Ewigkeit gehört. Auf die nächsten 15 Jahre!

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