Counterparts - The Difference Between Hell And Home
Bewertung10
10Gesamtwertung

Was ist Perfektion?

Counterparts liefern mit The Difference Between Hell And Home den Nachfolger zum 2011er Ausnahme-Werk The Current Will Carry Us. Und auch wenn TDBHAH bereits 2013 erschien und wir mit dieser Review deutlich zu spät sind, darf unsere Meinung zu dieser Platte auf unserer Seite nicht fehlen.

Die Gründe dafür sind ganz einfach: Dieses Album ist ein Meisterwerk! Ein Meilenstein des Melodic Hardcore oder Whatever-Core. Diese Scheibe braucht keine Schubladen, sie steht für sich.

Debris mit seinem knackigen Tempo und der fesselnden Vertracktheit, Witness als lyrische Glanzleistung oder Compass mit seinem unfassbar begeisternden Finale: Jeder Song auf dieser Platte müsste als besonders herausgestellt werden. Es fällt schwer einzelne Highlights oder Empfehlungen herauszupicken.

Progressive Song-Strukturen, die dennoch oder gerade deshalb mitreißen zeichnen Counterparts genau so aus, wie das perfekte Timing und auch die Liebe zu Details. Auch nach endlosen Hördurchgängen begegnen dem Hörer immer noch Besonderheiten, welche die pure Leidenschaft der Band reflektieren. Die Shouts von Brendan Murphy sitzen punktgenau, kommen druckvoll und scharf um die Ecke und funktionieren in perfekter Harmonie mit der vertrackten aber melodischen Instrumentalabteilung. Die Lyrics dieses Albums verursachen mehr Gänsehaut als eine Packung kreischender Nägel auf einer Tafel. Unfassbar wie nahbar, ehrlich und treffend die Kanadier Themen wie das eigene Ableben, das Dasein als Außenseiter oder das Verlassen werden verarbeiten – Selten gingen mir Songtexte so nahe! Selten wurden derartige Themen so seriös und ausgereift angegangen.

Zurück zur einleitenden Frage:
Perfektion ist ein Zustand, der nicht verbessert werden kann.

Für mich grenzt es persönlich bereits an ein Wunder das Counterparts sich zum Vorgänger TCWCU deutlich steigern konnten. Wenn sie dieses Album ebenfalls irgendwann toppen können, bin ich sprachlos.

The Difference Between Hell And Home ist in meinen Augen schlichtweg perfekt.

 

Über den Autor

Über Tool, Nine Inch Nails und Slipknot bis hin zu Deftones habe ich schon früh meine Begeisterung für harte und ehrliche Musik, gemacht mit Hand und Herz, entdeckt. Hardcore wurde dann zu meiner persönlichen, musikalischen Heimat, als ich 2002 vor der Bühne stand während Comeback Kid und Raised Fist mir diese neue Welt eröffneten. Bis heute begeistert mich, wie Bands derart ehrliche Musik in einem Gewand aus Wut, musikalischer Brillanz und greifbarem Songwriting verpacken können. Bereits jetzt habe ich dank dieser Musik so unendlich viel erlebt, Bands kommen und gehen sehen (Have Heart, Carpathian, Sierra uvm.), unzählige Menschen kennengelernt und überragende Alben für die Ewigkeit gehört. Auf die nächsten 15 Jahre!

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