Vor dem Roundhouse in Camden Town, London tummeln sich hunderte von Fans aus aller Welt und warten auf den Einlass. Vielen Menschen dort ist unklar, wann die Show nun beginnt. Auf der Eintrittskarte steht 19:00 Uhr, Andere berichten davon, dass die „Tour of the Year“ in anderen Städten schon um 17:30 Uhr begonnen hat und wiederum Andere haben E-Mails erhalten in denen steht, dass der Einlass ab 18:30 Uhr beginnt. Also fingen die Fans an sich ab 17 Uhr vor dem Roundhouse aufzureihen. Tatsächlicher Einlass war dann um 18:30 Uhr und Showbeginn war um 19:00 Uhr. An diesem Abend war das Roundhouse mit ca. 3.500 Fans gefüllt.

Carnifex machen an diesem Abend den Anfang. Schon bei den ersten Klängen der Gitarre geht einem der düstere Deathcore-Sound durch Mark und Knochen. Sänger Scott Lewis heizt das Publikum ordentlich ein. Die Band spielt alte und neue Songs und geben auf der Bühne alles. Noch ist das Roundhouse nicht gefüllt, aber dennoch gehen die Londoner und die Besucher von London vor der Bühne ordentlich ab. Technisch waren Carnifex perfekt und auch der Sound war super. Scott Lewis sprach viel mit dem Publikum und bedankte sich einige Male für die Unterstützung der Fans. Nach ca. 35 Minuten ging der Auftritt von Carnifex zu Ende.

Nach langen Umbaumaßnahmen betraten, als zweiter Act, Northlane die Bühne. Ich persönlich war sehr gespannt auf Northlane. Ich habe die Band schon ein paar mal live gesehen. Nun war ich sehr neugierig auf den neuen Sänger Marcus Bridge. Sofort fällt mir auf, dass Marcus Bridge perfekt zur Band passt und dem ehemaligen Sänger Adrian Fitipaldes in nichts nachsteht. Marcus Bridge hat sowohl die Shouts, wie auch den klaren Gesang gut drauf und beweist so, dass er ein würdiger Nachfolger ist. Die Band und der neue Vocalist passen sehr gut zusammen und sind perfekt aufeinander abgestimmt. Die Band bringt eine großartige Leistung zustande, die den Fans sehr gut gefällt. Auffällig ist, dass Marcus Bridge sehr wenig mit dem Publikum spricht, aber das legt sich vielleicht irgendwann und er „taut mehr auf“. Ansonsten war es eine großartige Leistung von Northlane.

Nach weiteren Umbaumaßnahmen füllt sich das Roundhouse mehr und mehr und dann stehen Heaven Shall Burn auf der Bühne. Sänger Marcus Bischoff war sichtlich gut gelaunt und versprühte diese gute Laune ins Publikum. Die Band legt eine ausgezeichnete, energiegeladene Show hin. Diese Energie spürt das Publikum und flippt dementsprechend vollkommen aus. Marcus Bischoff animiert das Publikum immer und immer weiter und die Menge explodiert. Die Stimmung könnte nicht besser sein. Zum Ende ihres Auftritts ehrt die Band alle weiteren Bands, die an diesem Abend im Roundhouse auf der Bühne standen und stehen werden. Marcus Bischoff verabschiedet sich mit einem langem Corwdsurfing durch die Menge.

Als vierte und letzte Band sind nun Parkway Drive an der Reihe. Nach einem relativ kurzem Umbau gehen die Lichter aus. Das Roundhouse, welches nun bis in die kleinsten Winkel gefüllt war, bebt. Parkway Drive werden ausgiebig gefeiert, obwohl noch weit und breit nichts von der Band zu sehen ist. Die Masse brüllt nach der Band und endlich erklingen die ersten Töne. Parkway Drive beginnen ihren Auftritt mit „Wild Eyes“ und jeder Mensch im Roundhouse ist in Bewegung. Das Publikum geht so krass ab … ich dachte nur: „die Londoner sind irre“. Während dem ersten Song kamen weiße Luftschlagen und weißes Confetti von der Decke. Es war super mit anzusehen. Parkway Drive spielten sich durch alle bekannten Songs hindurch. Einzelne Songs wurden mit Feuerspielen auf der Bühne unterstützt. Parkway Drive lässt sich nun mal nicht lumpen, was die Bühnenshow betrifft. Während „Romance is Dead“ und „Home is for the Heartless“ ist das Publikum eskaliert. Die Band war einfach unglaublich. Der Sound war spitze und der Auftritt perfekt. Sänger Winston McCall bedankt sich einige Male beim Publikum für die abgefahrene Stimmung. Als Zugabe spielten Parkway Drive „Horizons“ und „Carrion“ und verabschiedeten sich mit weiterem weißen Confetti, dass wie Schnee von der Decke fiel.

Für mich war dieses Erlebnis einfach atemberaubend. Abgesehen von der Location, die schon genial war, da man das Roundhouse ja nicht jedes Wochenende besucht, haben die Bands eine geniale Show veranstaltet. Die Show war absolut perfekt. Ich bin froh dabei gewesen zu sein.

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