Astairre – So lange wir noch funktionieren

Astairre

In Zeiten, in denen viele Leute deutschsprachige Musik mit grenzwertigem Zeug wie Jupiter Jones und Andreas Bourani verbinden, tut es gut, ihnen die Musik von Astairre vor den Latz knallen zu können. Nicht zu hart, nicht zu indie, nicht zu poppig. Genau diese gute Mischung zeigen Astairre uns auf ihrer EP „So Lange Wir Noch Funktionieren“.

Astairre decken gefühlt alles ab: ein bisschen Pop („Cavern Club“), ein bisschen funkige, fast tanzbare Musik („Lässt du mich auch alleine“, „Am Punkt“) und für den Momente, in denen es etwas mehr Punk sein darf wären da noch „Ich hasse meine Freunde“ und „1984“
Aber immer mit dabei: Die authentische Rotzigkeit, die in der Stimme von Philipp mitschwingt, mitreißende Melodien und Ohrwürmer. Trackempfehlungen bei nur 5 Songs zu geben fällt mir etwas schwer. Man kennt diese Tiefpunkte, die sich manchmal auf einem Album oder einer EP verstecken. Astairre kennen die aber offensichtlich nicht oder wissen, diese gut zu umschiffen. Ich liebe den zum unkoordiniert Rumzappeln anregenden „Lässt du mich auch alleine“ und „1984“ wohl am meisten. Euren Favoriten müsst ihr euch wohl selbst aussuchen.

Was ist die perfekte Vorstellung von Frühling? Für mich wäre das, auf dem Balkon/im Park zu sitzen, mit Freunden was zu trinken und dabei Astairre zu hören … (Und sich beim Track „Ich hasse meine Freunde“ erst verstohlen anzuschauen, um dann zu lachen und mitzusingen.)
Solltet ihr noch auf der Suche nach einem Frühlings-Soundtrack sein, kann ich euch die Jungs von Astairre nur ans Herz legen. Denn deutsche Musik kann mehr, als nur langweiligen Einheitspop à la Jupiter Jones.

Astairre - So lange wir noch funktionieren
Bewertung9
9Gesamtwertung

Über den Autor

In der Schule konnte man mich mit der Analyse von Musik jagen. (An dieser Stelle ein großes "Dankeschön" an Herrn Opel und Herrn Arndt. Danke für's Miesmachen.) Mittlerweile habe ich aber doch gemerkt, wie viel Spaß man mit dem Hören, Analysieren und Bewerten von Musik haben kann. Von mir gibt's die komplette Bandbreite: Von Folk über Pop-Punk bis hin zu Metal und Hardcore.

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