All Shall Perish - This Is Where It Ends
Bewertung8
8Gesamtwertung

Was ist bloß in Kalifornien los? Sonne, Lifestyle, Hollywood sollte man meinen. Die Wahrheit ist: Irgendwo muss sich da Anfang des neuen Millennium ein Höllentor geöffnet haben. Irgendetwas muss den brachialen Sound und die gewaltige Härte von Suicide Silence, Suffokate, As Blood Runs Black, Carnifex oder All Shall Perish doch hervorrufen. Oder ist es nur ein Zufall, dass gerade im Goldenen Staat die Deathcore-Hochburg zu sein scheint? Sei es drum! Ist ja nicht so als wären wir nicht dankbar für diese durch die Bank weg großartigen Musiker.

Kommen wir zu Letzteren: Die Deathcore-Vorreiter All Shall Perish sind zurück! Im Gepäck ihr aktuelles Output This Is Where It Ends und gleich zu Beginn macht sich eine Sache ganz klar bemerkbar: All Shall Perish sind und bleiben All Shall Perish. Der Opener Divine Illusion zeigt, dass man diverse Besetzungswechsel locker wegsteckt und es immer noch mächtig wie ein Dampfhammer aus den Boxen kracht. Technisch brillant und optimal aufeinander abgestimmt verbindet die Band was sie einst bei The Price Of Existence auszeichnete und das, was sie mit Awaken The Dreamers perfektioniert hat.

Kompromisslos und mit merklicher Spielfreude frickelt man sich über die erste Single There Is Nothing Left durch das erste Drittel der Platte und legt mit dem Ausklang von Procession Of Ashes einen epischen Break im Album-Fluss hin, der beweist, dass All Shall Perish auch vom Songwriting stark überzeugen und fesseln können. A Pure Evil kloppt in altbekannter All Shall Perish Manier weiter und bis zum Ende findet man hier keine Überraschungen, dafür wirklich großartige Songs, denen über das Genre hinaus Beachtung geschenkt werden sollte.

This Is Where It Ends bietet nichts Neues und auch keine erwähnenswerten Fortschritte, ist aber eine Platte, bei der All Shall Perish sich voll und ganz auf ihre Stärken konzentrieren und diese durchweg genial in Szene setzen. Dieses Werk ist mitreißend, technisch hoch ansprechend und ein Lehrbuch für jede Deathcore Band. Innovationen hatte diese Band schon lange zuvor, wem also sollte man noch etwas beweisen? Das hier ist Stagnation auf höchstem Niveau.

All Shall Perish machen mit This Is Where It Ends nichts Neu aber alles richtig. Technisch überragende Gitarren-Riffs und Soli, packender Sound, ein überzeugendes Songwriting und eine Bestie von Drummer machen diese LP zum Pflichtkauf für jeden anspruchsvollen Deathcore-Fan. All Shall Perish Anhänger sollten sowieso zugreifen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass wir das neue Material auch hierzulande live präsentiert bekommen.

Über den Autor

Über Tool, Nine Inch Nails und Slipknot bis hin zu Deftones habe ich schon früh meine Begeisterung für harte und ehrliche Musik, gemacht mit Hand und Herz, entdeckt. Hardcore wurde dann zu meiner persönlichen, musikalischen Heimat, als ich 2002 vor der Bühne stand während Comeback Kid und Raised Fist mir diese neue Welt eröffneten. Bis heute begeistert mich, wie Bands derart ehrliche Musik in einem Gewand aus Wut, musikalischer Brillanz und greifbarem Songwriting verpacken können. Bereits jetzt habe ich dank dieser Musik so unendlich viel erlebt, Bands kommen und gehen sehen (Have Heart, Carpathian, Sierra uvm.), unzählige Menschen kennengelernt und überragende Alben für die Ewigkeit gehört. Auf die nächsten 15 Jahre!

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